Enterpreneurship
Digitale Transformation

Im üK 394 «Digitale Transformation untersuchen» sollen die Lernenden anhand eines realen Use-Cases Ideen für die Weiterentwicklung eines Unternehmens und seiner Dienstleistungen erarbeiten. Der Transformationsprozess muss als Projekt aufgegleist und den Entscheidungsträger:innen inklusive Analyse, Ideenbewertung und Roadmap vorgestellt werden.

Als Theoretische Grundlage dient das McKinsey 3 Horizon Framework: Horizont 1 sichert das bestehende Geschäft, Horizont 2 baut neue, angrenzende Geschäftsfelder auf und Horizont 3 erschliesst ganz neue Märkte.

Aus 25 bewerteten Ideen für ein Schweizer KMU im Bereich der elektronischen Zeiterfassung entstand ein Transformationsprojekt, mit dem ein neues Kundensegment von 6.000 bis 12.000 Kunden statt der bisherigen 200 erschlossen werden könnte. Der Transformationsprozess wurde als Projekt aufgegleist und den Entscheidungsträger:innen vorgestellt.

Der Use-Case

Ein Schweizer KMU im Bereich der elektronischen Zeiterfassung verkauft und installiert seit über 15 Jahren hochwertige Badge-Stationen und On-Premise-Software bei rund 200 Kunden in der Schweiz.

Der Verkauf erfolgt projektbasiert ohne wiederkehrenden Umsatz, was in einem aktuell gesättigten Markt eine Herausforderung darstellt. Der Support wird von den Kunden geschätzt, ist aber gleichzeitig ein großer Kostentreiber. Mit nur wenigen Neukunden pro Jahr stagniert das Unternehmen in einem gesättigten Markt. Aufholen bringt bestenfalls Gleichstand.

Die Aufgabe der EDB-Lernenden ist es nun, einen neuen Weg zu finden.

5
Team Projekttage
25
Ideen pro Team

Teamfähigkeit
Präsentationstechnik
Überzeugungsfähigkeit
Kommunikation
Organisationsfähigkeit
Vernetztes Denken

Ansatz einer Lernendengruppe

Analyse- und Ideenfindungsprozess

Nach einer Ist-Analyse, einer Value Proposition Canvas und einer Konkurrenzanalyse stand fest: Der Markt ist gesättigt. Also haben die Lernenden die Stärken des Unternehmens analysiert. Daraus sind 25 bewertete Ideen entstanden.

Die stärkste Idee verlässt diesen Markt komplett. Neu soll die Plantagenwirtschaft erschlossen werden. Eine Branche mit 6.000 bis 12.000 Export-Plantagen und 4,5 Millionen Arbeitenden. Es gibt ein offenes Problem, da es keinen besetzten Markt in Bezug auf eine Zeiterfassungslösung gibt. Die Kernkompetenzen sollen dieselben bleiben. Das Preismodell soll zeitgemäßer werden und Setup-Erlöse plus Abos umfassen. Der Support soll in SLA-Modellen bezahlt sein.

Pain-Points der Plantagenwirtschaft

Auf einer grossen Plantage wirken drei Faktoren gleichzeitig, für die es keine Lösung gibt, die alle drei abdeckt:

394 Problem
Es gibt Sicherheitsanbieter, Audit-Software und Erfassungsgeräte. Aber nichts davon gibt es aus einer Hand und die Plantage hat, genau wie das Schweizer KMU von früher, keine IT-Abteilung, die diese drei Systeme zusammensteckt.

LösungsVorschlag der Gruppe

All-in-One Schutz-, Fairness- und Nachweissystem

Die Lösung der Lernenden ist ein Schutz-, Fairness- und Nachweissystem für grosse Exportplantagen, das aus einem robusten Armband, einer biometrischen Ausgabestation, einem Funknetz und einem Dashboard besteht. Das System meldet Unfälle automatisch, sperrt gefährliche Zonen und erfasst die Arbeitsleistung fair und prüfbar.

Lösungsvorschlag der Gruppe

All-in-One Schutz-, Fairness- und Nachweissystem

Die Lösung der Lernenden ist ein Schutz-, Fairness- und Nachweissystem für grosse Exportplantagen, das aus einem robusten Armband, einer biometrischen Ausgabestation, einem Funknetz und einem Dashboard besteht. Das System meldet Unfälle automatisch, sperrt gefährliche Zonen und erfasst die Arbeitsleistung fair und prüfbar.

Vier Funktionen, ein Gerät:
Ortung, Notfallalarm, Zonensperre, faire Leistungserfassung.

Transformation

Die Roadmap

Den Weg dorthin haben die Lernenden als Roadmap über 24 Monate mit sieben parallelen Strängen geplant. Kein Alles-oder-nichts-Entscheid, sondern Etappen mit einem Weiterführungsentscheid im fünften Monat.

394 Roadmap
Transformationsprojekt: Roadmap / Zeitachse

Fazit
Transformiert wurde nicht das Produkt, sondern der Anwendungsbereich bestehender Kompetenzen. Was im alten Markt der grösste Kostenblock war, wird im neuen zum Kaufargument.

Eine gute Idee ist noch keine tragfähige Strategie.